4.2.2.1 KUNST Möglichkeit
AUSZUG
In der 12. Geisterstunde geht es um die Vollkommenheit der Geistergsellschaft, im Alten Ägypten des in seiner Kraft vollständig neu geborenen Sonnengottes. Alle Götter sowie die Abermillionen von Toten betreten den Körper als hinfällige Greise durch den Schwanz, ziehen das Rückgrat entlang und kommen aus seinem Maul als verjüngte Kinder heraus. Damit wird der Sonnengott durch den Geist der heissen Luft zum Tageshimmel emporgehoben und allgemeiner Jubel herrscht. Die Toten bleiben mit der Mumie des Osiris in der Dunkelheit der Unterwelt zurück und warten in ihrer Finsternis auf die Rückkehr der Sonne. Wer diese geheimnisvollen Götzenbilder kennt, sei ein wohlversorgter Ach-Geist. Immer geht er aus und ein im Jenseits, immer spricht er zu den Lebenden, als wahr erprobt, Millionen Mal - so in Stein gemeisselt in den Gräbern der Pharaonen, aber nicht im Buch des Lebens eingetragen, Mutter aller Erlöser- und Wirklichkeits- Verleugnungsmythen.
Für die SVP muss Kultur Sinn, für die SP Toleranz stiften. Sobald aber Kunst etwas müsse, so die Intellektuellen, sei sie keine Kunst mehr. Da Sinn aber im Widerspruch zur Selbstzerstörung steht, müsste sich die SVP zu einer echten Alternative zur geschlossenen Gesellschaft, die noch unter dem Fluch Platons vorherrscht, entscheiden. Sonst wird die als andere Seite der gleichen altägyptischen Münze ihre Glaub- und Bodenhaftigkeit verlieren. Gemäss Hans- Adam II is nämlich in der globalisierten Welt mit nationalistischem Sinn kein Staat mehr zu machen.
Getrieben von unheiligen, weil unwirklichen Geistern, wird man zum "Geistefahrer" auf der Lebensbahn. Geisterfahrer sind zwar auch immer sehr entgegenkommend, aber dieses Entgegenkommen kann tödlich sein, birgt die Gefahr des daran unerfüllten Lebens. Hingegen macht der Geist Gotteslebendig (Joh. 6, 63).