In der
8. Geisterstunde
geht es um die Öffnung der
weiter führenden Türe mit einem
magischen Zuruf.
Das zentrale Thema dieser Stunde ist in
Platons Höhle die Versorgung mit Kleidern
als Anfang des
äusseren Scheins, mit dem man aus der Nacht wieder ins Licht
der Sonne treten will. So gerüstet und gegürtet, tritt
man an, das Böse und das Chaos zu
besiegen. Dafür jubeln einem die Toten wie an
Palmsonntag Jesus zu, und versuchen einem zur
neuen Herrschaft zu ziehen, damit sie weiter den Schlaf der
Gerechten träumen können. So soll der Herr des Ziehens
den Sieg über die Schlange Weltumringler davon tragen, und mit dem Katergeschrei zur neuen
Schlange werden, bzw. sich selbst in den Schwanz beissen. So
sprachen schon die Alten Ägypter über
den Zeitgeist...
In der Handelzeitung vom 6.2.2007 macht
Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein erstaunlich
weiter führende Aussagen zu seinem Buch zum Thema "Staat
soll Dienstleistungsfirma sein". Er redet nicht aus den USA
kommenden Ideologien, die dort schon als veraltet gelten, das Wort,
wie es unsere Zeitgeistsprecher mit einem Aufruf zum autonomen
Nachvollzug tun. Unser Ziel ist es, sagte Hans-Adam, "das
Fürstentum Liechtenstein in ein Dienstleistungsunternehmen zu
verwandeln, das den Menschen dient, die bei uns wohnen". Auch
im 3. Jahrtausend brauche es den Staat noch, aber er
müsse sich grundlegend verändern. Es brauche auch
beim Staat Konkurrenz. Dafür führte Lichtenstein das
Selbstbestimmungsrecht auf Gemeindeebene ein, um das Monopol des
Staates über sein Territorium zu beenden. Wie ein
Unternehmen, müsse sich der Staat auf seine Stärken
fokussieren, und sich aus Bereichen, welche die Privatwirtschaft
besser macht, fernhalten. Ein Ausbau des staatlichen Einflusses
habe in einer globalisierten Welt nichts mehr zu suchen.
Dennoch hätten in fast allen Staaten nationalistische und
sozialistische Konzepte überlebt. Davon sollten wir uns
verabschieden, und den Bürgern mehr Verantwortung
übertragen. Wir müssten den Willen zur privaten
Solidarität, sowie die Familien als Fundament der
Gesellschaft stärken. Er könne die Flüchtlinge
aus den Steuerwüsten verstehen, denn im Grunde genommen seien
sie politische Flüchtlinge, die ihre
Privatsphäre schützen wollten. Staat und
Staatsoberhaupt sollen sich darauf beschränken, optimale
Rahmenbedingungen zu bieten, zu möglichst niedrigen
Kosten. Hans-Adam II kann sich solche gewissenhaften Aussagen
leisten, finanziert er sich doch als Staatoberhaupt
selbst...
Ganz anders Rektor
Weder in der 8.
Geisterstunde, Weder
über Weder; er sei kein technischer Manager. Er will als
Anbieter hochqualifizierter Dienstleistungen mehr sein und
versteckt sich dann hinter dem neuen Auswahlverfahren für
Berufungen, wo "man" sich rund herum abzusichern versucht. In
der Vergangenheit hätte man bei schwierigen Personen wissen
können, dass die, welche Probleme machten, früher in
ähnlichen Konflikten involviert waren. Wissenschaftliche
Anerkennung und Glaubwürdigkeit unter
Seinesgleichen sei gefragt, um glaubwürdig zu sein.
Nirgends ist von Wirklichkeitsbezug die
Rede, was eine weiter führende Wissenschaft ausmacht, aber
an Weders Hof offensichtlich kein Thema ist.
Wer es dazu macht, wird dann eben als schwierige Person
abgesondert, in Zukunft noch mehr pro-aktiv.
Wo kommen wir damit hin? Nach bestem Wissen und Gewissen, in
geschlossene, sich selbst zerstörende
Systeme...