4.2.1 Wirkungsmöglichkeiten
TECHNIK
In der 8. Geisterstunde geht es um die Öffnung der weiter führenden Türe mit einem magischen Zuruf. Das zentrale Thema dieser Stunde ist in Platons Höhle die Versorgung mit Kleidern als Anfang des äusseren Scheins, mit dem man aus der Nacht wieder ins Licht der Sonne treten will. So gerüstet und gegürtet, tritt man an, das Böse und das Chaos zu besiegen. Dafür jubeln einem die Toten wie an Palmsonntag Jesus zu, und versuchen einem zur neuen Herrschaft zu ziehen, damit sie weiter den Schlaf der Gerechten träumen können. So soll der Herr des Ziehens den Sieg über die Schlange Weltumringler davon tragen, und mit dem Katergeschrei zur neuen Schlange werden, bzw. sich selbst in den Schwanz beissen. So sprachen schon die Alten Ägypter über den Zeitgeist...
In der Handelzeitung vom 6.2.2007 macht Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein erstaunlich weiter führende Aussagen zu seinem Buch zum Thema "Staat soll Dienstleistungsfirma sein". Er redet nicht aus den USA kommenden Ideologien, die dort schon als veraltet gelten, das Wort, wie es unsere Zeitgeistsprecher mit einem Aufruf zum autonomen Nachvollzug tun. Unser Ziel ist es, sagte Hans-Adam, "das Fürstentum Liechtenstein in ein Dienstleistungsunternehmen zu verwandeln, das den Menschen dient, die bei uns wohnen". Auch im 3. Jahrtausend brauche es den Staat noch, aber er müsse sich grundlegend verändern. Es brauche auch beim Staat Konkurrenz. Dafür führte Lichtenstein das Selbstbestimmungsrecht auf Gemeindeebene ein, um das Monopol des Staates über sein Territorium zu beenden. Wie ein Unternehmen, müsse sich der Staat auf seine Stärken fokussieren, und sich aus Bereichen, welche die Privatwirtschaft besser macht, fernhalten. Ein Ausbau des staatlichen Einflusses habe in einer globalisierten Welt nichts mehr zu suchen. Dennoch hätten in fast allen Staaten nationalistische und sozialistische Konzepte überlebt. Davon sollten wir uns verabschieden, und den Bürgern mehr Verantwortung übertragen. Wir müssten den Willen zur privaten Solidarität, sowie die Familien als Fundament der Gesellschaft stärken. Er könne die Flüchtlinge aus den Steuerwüsten verstehen, denn im Grunde genommen seien sie politische Flüchtlinge, die ihre Privatsphäre schützen wollten. Staat und Staatsoberhaupt sollen sich darauf beschränken, optimale Rahmenbedingungen zu bieten, zu möglichst niedrigen Kosten. Hans-Adam II kann sich solche gewissenhaften Aussagen leisten, finanziert er sich doch als Staatoberhaupt selbst...
Ganz anders Rektor Weder in der 8. Geisterstunde, Weder über Weder; er sei kein technischer Manager. Er will als Anbieter hochqualifizierter Dienstleistungen mehr sein und versteckt sich dann hinter dem neuen Auswahlverfahren für Berufungen, wo "man" sich rund herum abzusichern versucht. In der Vergangenheit hätte man bei schwierigen Personen wissen können, dass die, welche Probleme machten, früher in ähnlichen Konflikten involviert waren. Wissenschaftliche Anerkennung und Glaubwürdigkeit unter Seinesgleichen sei gefragt, um glaubwürdig zu sein. Nirgends ist von Wirklichkeitsbezug die Rede, was eine weiter führende Wissenschaft ausmacht, aber an Weders Hof offensichtlich kein Thema ist. Wer es dazu macht, wird dann eben als schwierige Person abgesondert, in Zukunft noch mehr pro-aktiv. Wo kommen wir damit hin? Nach bestem Wissen und Gewissen, in geschlossene, sich selbst zerstörende Systeme...
Siehe auch
Eigensinn (Machtverstärker)