3. Eigensinn
In der 2. Geisterstunde geht es um das Überleben in den furchtbaren Gefilden der Urgewässer der Geisterschöpfung. Daraus müssen Menschen der übergeordneten Ordnung und Harmonie der Gesellschaft entsteigen können, um zur Wahrheit der Herrschenden und deren Gerechtigkeit geführt zu werden. Dafür schützt der "Kluge" seinen Herrn, wenn es nicht anders geht, mit Kadavergehorsam, grüsst das Volk den Gesslerhut, schrien die Deutschen "Sieg Heil!", "betet" man: "Heiliger Sankt Florian, zünde lieber anderer Leute Häuser an..."
Was man gemäss einem CEO zu mögen hat, ist Partnerschaft als Erfolgsstrategie, denn nur gemeinsam entwickeln wir uns weiter. Dafür sollen Kundenwünsche die bisherigen Vorurteile sprengen und neue Ideen geben. Um etwas für seinen Ruf zu tun, setze man sich für Behinderte ein, aber nicht für "Propheten", eingeschaltete reelle Menschen, die keine Zeitgeistreferenz haben. Was damit nicht gemocht wird, sind Menschen, welche die zum Zeitgeist führende Beliebigkeit auf weiter führende Projekte umleiten wollen. Sie sind schwierig zu managen. Dafür ist man tolerant für Äusserlichkeiten, solange man die Mitarbeiter damit im Griff des Budgets halten kann. Gleichmacherei ist schlecht fürs quantitative Geschäft, genauso wie die Sinnfragen. Man besteht dazwischen lieber auf Stil und gute Manieren. Manager wollen nicht verstehen, sie wollen handeln und Chancen nutzen, und vor allem, Mitarbeiter, die auf ihre Bedürfnisse eingehen, damit die Kirche im Dorf und der Aktienkurs oben bleibt. Geld macht man mit Form- und Verbreitungsgebung, nicht mit Sinngebung...  
Der Theologe Weder gab in der 2. Geisterstunde zu, Fehler bei der Bewältigung einiger Konflikte und damit keine gute Figur gemacht zu haben. Dort, wo konstruktive Lösungen nicht möglich gewesen seien, weil Konflikte zu spät erkannt wurden, sei die Auseinandersetzungen zu komplex geworden. Auf den ersten Blick habe man nicht gesehen, wie tief die Ursachen lagen. Als Hermeneutiker geht er dann statt vom Leben, mit davon entfremdeten Illusionen von einer entsprechend wissenschaftlich anerkannten Fachkompetenz aus, mit der er sich über blosses Management stellt. 
Siehe auch